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William Paul Young: Die Hütte

Diesmal haben wir uns kein eigentliches Sachbuch, sondern eine Erzählung vorgenommen: «Die Hütte». Es ist eine Geschichte, die vor gut zehn Jahren um die ganze Welt ging und nicht nur über 20 Millionen Leser:innen begeisterte, sondern in hochkarätiger Besetzung auch als Hollywood-Film umgesetzt wurde.

Sie erzählt von einem Familienvater namens Mack, der seine Tochter verloren hat und erst aus seiner Verbitterung herausfindet, als ihm Gott in einer abgelegenen Waldhütte begegnet. In ausgedehnten Gesprächen mit den drei Figuren, welche für die Personen der Dreieinigkeit stehen, wird das Bild eines liebenden Gottes enthüllt, der mit unserem Leid mitfühlt und den Schmerz unseres Lebens heilen kann.

Manuel und Stephan unterhalten sich über die Stärken des Buches, über das, was sie daran berührt oder auch stört – und über den Wandel unserer Zeit, der ein solches Buch zum Bestseller machen konnte…

William Paul Young, Die Hütte (2007)

Im Podcast «Ausgeglaubt» diskutieren wir in der aktuellen Staffel über einflussreiche christliche Bücher.

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6 Kommentare zu „William Paul Young: Die Hütte“

  1. Roland Portmann

    Sorry Leute, aber ich finde dieses Buch schlichtweg eine Zumutung: über die rassistischen und sexistischen Gottesbilder (Gott Mutter als „big Mama“ und die heilige Geisteskraft als laszive Asiatin…) bis hin auf die Zumutung, einem Sexualstraftäter und Kindesmörder vergeben zu müssen… dazu noch diese esoterischen Paradies- Bilder… Freunde, wenn jemand eines meiner Kinder anfasst, dann gibt’s Haue und nicht Vergebung! Meine Kollegin und ich sind uns einig: für uns ist das evangelikaler Kitsch, vor dem wir mindestens unsere Schüler*Innen und Konfirmand*Innen bewahren müssen!

    PS: War vielleicht jetzt etwas heftig, aber echt jetzt…

    1. Stephan Juette

      Lieber Roland, danke für deinen Kommentar. Worin liegt der Rassismus des Gottesbildes genau? Nur darin, dass «Gott Vater» eine afroamerikanische Frau und «der Geist» eine Asiatin ist (woher du das Laszive hernimmst, erschliesst sich mir nicht ganz.)? Die Paradisbilder finde ich auch etwas gar kindlich. Aber deine Kritik an der Vergebung teile ich wirklich nicht. Er vergibt ja nicht stellvertretend für seine Tochter, sondern kann seinen eigenen Schmerz loslassen. Ist deine christliche Hoffnung einzig die Bestrafung und Verdammung der Täter?
      Mich triggert das Buch auch. Aber deiner Kritik kann ich mich wirklich nicht anschliessen.
      Lieber Gruss, Stephan

      1. Lieber Stephan
        Nun gut, über die Darstellung lässt sich eben streiten…
        Und nein, es geht nicht um die Bestrafung der Täter sondern um die „christliche“ Zumutung der Vergebung an die Adresse der Opfer; es gibt Dinge, die man aus meiner Erfahrung als Mensch kaum oder eben NICHT vergeben kann… und wird das verlangt, kann es zu weilen recht zynisch werden; ist heute nebenbei auch das Thema in meinem KonfUnti: Auch aus Sicht meiner bisherigen Schüler*Innen hat menschliche Vergebung ihre Grenzen…

        1. Hm. Aber die Geschichte eines Menschen, der in der Begegnung mit Gott einen Weg findet, seine Bitterkeit und Vergeltungswünsche loszulassen und sogar dem Übeltäter zu vergeben, ist doch keine Aufforderung an alle, das auch zu tun. Es ist eine exemplarische Story, die sich auch nachweislich viele freiwillig zu eigen gemacht haben. Wie du auf Rassismus und Sexismus kommst, verstehe ich nicht. Sind nicht vielmehr jene Kritiker rassistisch und sexistisch, die sich darüber aufregen, dass Gott dunkelhäutig und weiblich dargestellt wird?

          1. Roland Portmann

            Nun jeder liesst wohl Geschichten mit seinem Hintergrund und seinen Erfahrungen: Die Vergebung kommt mir hier zu einfach und zu schön daher; Einem Sexualstraftäter und Kindesmörder zu vergeben finde ich nach wie vor eine Zumutung für die Opfer- da hoffe und glaube ich eher, dass Gott auch andere Wege findet, zu heilen was verwundet und zu trösten was verzweifelt… aber eben die Opfer! Heilung und Trost kann hier auch ohne Vergebung geschehen.
            Und: Den Rassismus- Boomerang fange ich jetzt nicht auf😉, aber soviel sei gesagt: es geht nicht um die Darstellung Gottes als afroamerikanische Frau, sondern vielmehr um welchen Typus einer afroamerikanischen Frau…

  2. Hallo, ihr Beiden, erstmal vielen Dank für Euren Podcast. Ich bin gerade mit Cov19 in meiner Matratzengruft und habe Muße und Zeit euch zuzuhören. Sehr spannend. Zu den anderen Büchern werde ich auch noch Kommentare schreiben. Aber ich wollte jetzt schon mal sagen, dass ich es super finde, wie wertschätzend Ihr den Büchern und auch euch gegenseitig gegenüber seid.
    Jetzt zur Hütte: Ich finde es aller Ehren wert, dass sich jemand hinsetzt und sich dezidiert an der Trinität abarbeitet und zwar so, dass man etwas damit anfangen kann, auch wenn man nicht alles teilen kann. Das finde ich das wirklich großartige an dem Buch (wobei ich gestehen muss, dass ich nur den Film ganz gesehen habe, das Buch kam mir vorher nie so unter). Allerdings finde ich folgenden Schwachpunkt: So, wie es erzählt wird, geht es so einigermaßen auf, aber wie ich finde eben nur mit dem „Kniff“, dass Mac seinen Vater vergiftet und damit ja auch ein großes Schuldpaket mit sich rumschleppt. Nimmt man das weg, fliegt ziemlich viel auseinander und wirkt auf mich unbefriedigend. Das habt ihr ja auch angesprochen – „Self-Will-Defence“ Richtig? Was ist dann aber mit Leuten, die in Katastrophen ihr Leben lassen müssen etc. Das wird meines Wissen ausgelassen. Ich kann übrigens die Anmerkungen vom Roland Portmann zum Thema Rassismus verstehen, glaube aber, das viele das eher als eine Art Befreiung sehen.

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