Less noise – more conversation.

«So will I»

Dieses Lied konnte für einmal sowohl Manuel als auch Stephan begeistern. Mit «So Will I» hat das australische Worship-Kollektiv «Hillsong UNITED» eine eindrückliche, dichte, theologisch reiche Hymne geschaffen, die reichlich Anlass für Diskussionen gibt. Lässt sich von den Wundern der Natur wirklich auf Gott schliessen? Wie gesund ist es, sich die Menschenliebe von Jesus zum Vorbild zu nehmen? Und muss Manuel bei einer bestimmten Zeile des Liedes immer mit den Tränen kämpfen?

Hier geht’s zur Spotify-Playlist dieser Staffel, auf der du alle besprochenen Lieder anhören kannst…

… und hier der Text zum Lied dieser Episode:

«So Will I» (Hillsong UNITED, 2017)

God of creation
There at the start
Before the beginning of time

With no point of reference
You spoke to the dark
And fleshed out the wonder of light

And as You speak
A hundred billion galaxies are born
In the vapour of Your breath the planets form
If the stars were made to worship so will I

I can see Your heart in everything You’ve made
Every burning star
A signal fire of grace
If creation sings Your praises so will I

God of Your promise
You don’t speak in vain
No syllable empty or void

For once You have spoken
All nature and science
Follow the sound of Your voice

And as You speak
A hundred billion creatures catch Your breath
Evolving in pursuit of what You said
If it all reveals Your nature so will I

I can see Your heart in everything You say
Every painted sky
A canvas of Your grace
If creation still obeys You so will I

If the stars were made to worship so will I
If the mountains bow in reverence so will I
If the oceans roar Your greatness so will I
For if everything exists to lift You high so will I
If the wind goes where You send it so will I
If the rocks cry out in silence so will I
If the sum of all our praises still falls shy
Then we’ll sing again a hundred billion times

God of salvation
You chased down my heart
Through all of my failure and pride

On a hill You created
The light of the world
Abandoned in darkness to die

And as You speak
A hundred billion failures disappear
Where You lost Your life so I could find it here
If You left the grave behind You so will I

I can see Your heart in everything You’ve done
Every part designed in a work of art called love
If You gladly chose surrender so will I

I can see Your heart
Eight billion different ways
Every precious one
A child You died to save
If You gave Your life to love them so will I

Like You would again a hundred billion times
But what measure could amount to Your desire
You’re the One who never leaves the one behind

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14 Kommentare zu „«So will I»“

  1. Wir leben in einer „säkularisierten“ Welt: Lieder mit offensichtlichem und verstecktem rel. Inhalt als Anknüpfungspunkt wie bei U2, Leonard Cohen, Cash aber auch im Rap oder Heavy Metall ( hier meine ich Ozzy, Metallica und Motörhead) fände ich interessant…

    1. Ich staune – auch dieses Mal wieder-was für eine unglaublich lebendige, kluge Diskussion Ihr sich aus einen Lied heraus entwickeln lasst. Einem Lied übrigens, das ich nicht kannte und das mich hingerissen hat. Und da man sich für die kommende Staffel was wünschen darf, möchte ich (sakrale) Kunst vorschlagen: die ist durch die Jahrhunderte hindurch so voller Hinweise und Symbole, so voller Botschaften und Aufträge und gleichzeitig so unmittelbar und deutungsoffen in der Art, wie sie die Betrachter*in berührt, dass ich Euch zu gern dabei zuhören möchte, wie Ihr Euch das eine oder andere Werk durch die Seele wehen lasst.
      Danke für Euren Podcast und ganz liebe Grüße aus Bayern
      Daida

  2. Danke für die tolle Diskussion zum Thema Offenbarung und natürliche Theologie! Super Repetition und Vertiefung in Systematik für mich: Seminarswürdig!

    Aber natürlich hier noch ne kleine Kritik: ich behaupte mal forsch das 90% der Mitglieder der Landeskirche mit solchen Worshipliedern nix anfangen können, sogar im Gegenteil das in eben den evangelikalen Freikirchen Raum abtun; das hat bei uns so eigentlich keine Tradition… und auch bei den säkularisierten Kirchenfernen- einer der Hauptzielgruppen des reflab- wird das kaum Anklang finden; Der Anknüpfungspunkt wären wohl eben eher kontemporäre Lieder der PopRockHeavyVolksSchlager etc. Musik mit religiösen Themen wie eben Cohen, U2, Metallica, Rap oder auch der Gabalier….

    1. Lieber Roland
      Deine Behauptung schreit fast nach einer Antwort. Ich behaupte mal forsch, das du von 90% deiner Kirchenmitgliedern keine Ahnung hast. Was den Musikgeschmack deiner Kirchengänger angeht, könntest du ev. recht haben, aber die sterben langsam weg.

      Okay, was ich eigentlich sagen wollte: Roland, dein Freikirchenbashing wird unsere Landeskirche nicht retten, nur mit Jesus Christus im Zentrum hat Kirche Zukunft.

      Gruss Christoph

      1. Lieber Christoph, ich habe Rolands Kommentar überhaupt nicht als Freikirchenbashing gelesen, und ich meine auch zu wissen, dass er es nicht so gemeint hat. Er meinte nur (und richtigerweise), dass die moderne Worship-Musik in den meisten Reformierten Kirchen keine Wurzeln hat und die Hörgewohnheiten und spirituellen Zugänge vieler Reformierter anders ausgeprägt sind. Der springende Punkt ist für mich aber, dass die moderne Worshipkultur ja gerade in Stil und Performance von den säkularen Vorbildern lebt und für viele kirchenferne Menschen letztlich zugänglicher ist als die alten Choräle oder Orgelspiele. Mit der Frage, ob Jesus im Zentrum steht, hat das allerdings nicht viel zu tun…

  3. Zur neuen Staffel:
    Das Innen-Außen-Weltbild kam in dieser Folge auch wieder auf und ich kann mir vorstellen, dass diese polarisierenden Einteilungen von Gut / Innen und Böse / Außen gerade viele Menschen in viele einzelne „Innenräume“ auseinander treiben.

    Für mich wären Interviews mit BrückenbauerInnen hilfreich – innerchristlich-ökumenisch, interreligiös, milieuübergreifend. Die Frage, was wir für eine Theologie brauchen, die den momentan starken Fliehkräften etwas entgegen setzen kann, bewegt mich gerade viel.

    Ein Sache fällt mir innerchristlich dazu auf: Die verschiedenen innerchristlichen Standpunkte zu z.B. Homosexualität scheinen gerade unüberwindbar festgefahren und werden zu Spaltungsgründen hoch gehoben. Die „alten“ Spaltungsgründe wie Stellung Jesu in der Trinität, Abendmahls- oder Taufverständnis spielen inzwischen kaum mehr eine Rolle. (Bezeichnend finde ich z.B. wie wenig uns der Streit um Heidenchristen in der Apostelgeschichte zugänglich ist.) Ich könnte mir also auch vorstellen, sich solche Risse aus der Vergangenheit anzuschauen – verbunden mit der Frage, ob, warum und wie sie heute „verheilt“ sind. Ich kann mir daraus interessante Schlüsse für unsere Risse heute vorstellen.

  4. Claudius Siebert

    Beim Nachdenken kamen mir noch weitere Ideen für eine mögliche Staffel: ältere und neuere christliche Gebete oder „Schätze“ aus der Kirchengeschichte. Was auch immer ihr machen werdet: ich freu mich, dass es weitergeht. 😄

    1. Danke lieber Claudius für deine Ideen! Es freut uns, dich auch nächstes Jahr zu unseren Hörern zählen zu können! Wir sind noch nicht ganz sicher, mit welchem Thema wir 2023 starten, aber spannend wird es sicher…;-)

  5. Hallo zäme, ich erlebe eure Podcasts (PC) sehr ambivalent.
    Vieles finde ich gut und hilfreich, anderes sehr bedenklich. Heute ging’s ja um diese Hymne „So Will I“. So kommt ihr u.a. darauf, dass in all den 8 Mia Menschenantlitzen auch Gott wiederspiegelt wird, und am Ende des PC redet ihr dann von „Arschlöchern“, die offenbar gar nichts begriffen haben. Diese arrogant-arrivierte Haltung kommt leider in fast allen euren PC vor, die ich bis anhin gehört habe. Andere Begriffe, die in diesem PC vorkamen, wie „Schwachsinn“, „Gedöns“ oder „Kram“ sind weitere deutliche Hinweise einer überheblichen und abwertenden Art. Das lässt zumindest einige Fragen über den Abwertenden selbst aufkommen (Bild: wenn ich mit dem Finger auf jemanden zeigen, zeigen immer auch gleich drei Finger auf mich selbst). Vielleicht sollte man auch mal solche Themen in einem oder mehreren PC aufnehmen. Es erinnert mich einfach stark an die Geschichte in der Bibel, wo der Pharisäer vorne steht, und sich bedankt, dass er nicht so ist, wie z.B. die „Zöllner“ etc, und den Zöllner, der hinten steht und mit mit geknicktem Haupt sagt: „Gott, sei mir Sünder gnädig!“
    Und warum, bitte schön, sollte jemand nicht über die Beobachtung der Natur, und gerade auch durch den Zwiespalt von „Schönheit“ und „Gebrochenheit“, zu Gott und dem Kreuz, Schöpfung und Versöhnung finden?
    Und am Schluss kommt noch dieser unselige Pantheismus zur Sprache, und dass wir mit dem Tod und der Auferstehung Jesu, sozusagen „vergöttlicht“, also selbst Teil Gottes werden. Das ist m.E. nun der Gipfel menschlicher Arroganz. Ich weiss nicht, ob solche Art von Theologie einfach nur in einer übersättigten Wohlstandsgesellschaft wie der unseren möglich ist. Ich will zumindest noch die Möglichkeit erwähnen, dass ich dies falsch verstanden habe.

    1. Lieber Olivier, danke für die engagierte und kritische Rückmeldung auf unseren Podcast! Arrogant-arriviert wollen wir in unserem Podcast ganz sicher nicht rüberkommen – ob wir es auch tatsächlich nicht sind, darüber müssten diejenigen urteilen, die uns gut kennen. Sicher ist, dass wir in unseren Gesprächen oft einen sehr lockeren und spontanen, manchmal wohl auch einen groben und zugespitzten Tonfall pflegen – da kann dann tatsächlich auch mal ein Kraftausdruck vorkommen. Die Szene mit den A-löchern war sehr ironisch aufgeladen und spielt mit den Persönlichkeitsunterschieden zwischen mir und Stephan: Ich will partout nicht glauben, dass es Menschen gibt, mit denen ich nicht auskomme, darum neige ich dazu, mit allen möglichen Leuten Kaffee zu trinken und gemeinsamen Grund zu suchen, während Stephan bestimmte Leute auch sehr entspannt aus seinem Adressbuch löscht… Im Zusammengang des Gesprächs wurde aber doch gerade deutlich, dass wir mit der Berufung zur «Feindesliebe» ringen und uns fragen, wie wir als Nachfolger von Jesus damit umgehen, dass uns bestimmte Menschen manchmal einfach abstossen.
      Was den Pantheismus betrifft: Ich vertrete diese Haltung ja eben NICHT, darum wurden wir uns auch nicht einig. Arrogant muss sie aber trotzdem nicht sein – und der sog. Theosis-Gedanke ist in der Ostkirche sehr prominent und ganz sicher keine Wohlstandserscheinung.
      Ganz liebe Grüsse Manuel

  6. Hey,

    ich hab die Staffel mit viel Interesse verfolgt. Als Musiker liegt mir das Thema natürlich eh schon am Herzen. Alles in allem fand ich viele gute Gedanken in euren Gesprächen, dafür bin ich euch sehr dankbar. Vor allem das kritische Hinterfragen von Haltungen, die in vielen der moderneren Liedern (ich sag mal ab Sei ein lebend’ger Fisch) vorkommen, war für mich ertragreich, da ich mit diesen Songs aufgewachsen bin. Hinterfragt hab ich da aber lange nix. Mittlerweile ist mein Glaube in der früheren Form kollabiert und ich muss bzw. will das hinterfragen nachholen. Danke, dass ihr mir da einiges angeboten habt!

    Zum Thema neue Staffel: Mich würde interessieren, warum Menschen glauben, was sie glauben. Ich stelle mir die Frage selbst immer wieder, aber die Antworten sind schwer fassbar.

    Viele Grüße!
    Wolle

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