Less noise – more conversation.

Paulo Coelho: Der Alchimist

Es nimmt kein Ende mit den Spezialfolgen dieser Staffel: Nach dem fulminanten Rückblick mit Thorsten Dietz hängen Manuel und Stephan hier noch eine Folge zum Weltbestseller «Der Alchimist» von Paulo Coelho an. Das Buch wurde gegen 100 Mio Mal verkauft und ist zur meistübersetzten Erzählung der Literaturgeschichte geworden.

In dieser Folge gehen Manuel und Stephan dem Geheimnis des Romans auf die Spur und klopfen ihn nach seinen religiösen Prämissen ab. Gibt es eine Weltseele, die uns durch alltägliche Zeichen auf unserem persönlichen Lebensweg begleitet? Ist es hilfreich, an einen individuellen Traum zu glauben, den es zu verwirklichen gilt – und wo liegen die Probleme einer solchen Lebensphilosophie? Stephan und Manuel sind sich mal wieder nicht wirklich einig… was das Gespräch aber umso interessanter macht.

Anmerkung: Diese Folge wurde an unserem RefLab-Sommerfest live aufgezeichnet – was auch die Lacher und Nebengeräusche im Hintergrund erklärt…;-)

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4 Kommentare zu „Paulo Coelho: Der Alchimist“

  1. Andreas Schweizer

    Danke, auf diesen Talk habe ich lange gewartet und fand viele Eurer Dialoge motivierend, manches auch witzig, und immer so schön locker. Echt cool macht Ihr dies.

    (darf ich hier einschieben, dass ich Eure originell gemeinten Beurteilungstags Tags schlicht nicht gut finde, ich kann keinen einzigen klicken, der meine Empfinden wiedergibt – ich klicke dennoch gleich auf “OMG”, da könnt Ihr dann hineininerpretieren was Ihr wollt).

    Aber zum Buch. Ich hatte das vor wohl 30+ Jahren zum Predigtinhalt meiner Laienpredigt gemacht. Im Vorwort hatte ich mich dafür entschuldigt, immerhin war “Alchimist” doch recht esoterisch. Was mich aber daran so gepackt hatte war die Haltung:
    Da hat einer einen Traum den er erreichen will, den Schatz. Er macht sich auf den Weg und erlebt Misserfolg um Misserfolg. Dies bringt ihn nicht zum Jammern und nicht zur Aufgabe, er nimmt es einfach hin und geht seinen Weg weiter – x mal. (Meine Botschaft: jammert doch nicht dauernd sondern lebt …) Schlussendlich ist er wieder zuhause und findet dort den gesuchten Schatz. Der eigentlich nicht gesuchte Schatz war aber auch seine Reise voller Pannen und Freuden. DAS hatte mich beeindruckt, und beeindruckt mich noch immer.
    Danke für Eure Überlegungen, echt cool so, danke.

    1. Stephan Juette

      Danke, lieber Andreas! Mich erinnert die Geschichte auch an das Gleichnis vom Schatz im Acker: «Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Schatz, der in einem Acker vergraben war. Ein Mann entdeckte ihn, grub ihn aber wieder ein. Und in seiner Freude verkaufte er alles, was er besaß, und kaufte den Acker.» Lieber Gruss! Stephan

  2. Samuel Dietiker

    Lieber Stephen, lieber Manuel
    es ist noch nicht lange her, dass ich euren Podcast „ausgeglaubt“ entdeckt habe. Ich hörte die letzten und einige frühere Ausgaben. Ich bin angetan von eurer Unbekümmertheit, Direktheit, Ehrlichkeit, von eurem Humor, aber auchvon eurer Ernsthaftigkeit, mit der ihr sucht und wertschätzt, was euch trägt.
    Vielen Dank also! Der Titel „ausgeglaubt“ kam mir zunächst schräg vor. Eine Wortneuschöpfung (sagt meine Frau als Deutschlehrerin). Ich habe nirgends mitbekommen, wo ihr erklärt, wie ihr darauf gekommen seid. Darum weiss ich nicht, ob ihr wisst, dass das Wort mindestens schon einmal sehr prominent gebraucht wurde. Vielleicht habt ihr es dort abgekupfert. Oder ihr habt einen sehr berühmten Mit-Wort-schöpfer. Es ist auf jeden Fall einer, der ebenso wie ihr auf der Suche nach Wahrheit ist. Der Lüge und Heuchelei aufdeckt. Der das Leben schildert, wie es ist – manchmal eben auch mit einer tragischen Wende. In Andorra von Max Frisch ( Seite 85 in Surkamp Verlag, Frankfurt a. Main 1974; und ebenfalls Seite 85, Surkamp Taschenbuch, 79. Auflage 2019) sagt der Pater zu Andri: Warum glaubst du uns nicht?
    Und Andri gibt zur Antwort: Euch habe ich ausgeglaubt.
    Die Lüge über die Identität von Andri hatte sich zu tief eingegraben. Das Bild, das die Bewohner von Andorra und auch der Pfarrer sich von ihm machten, hat sich eingebrannt. Andri gesteht dem Pfarrer zu, dass er es gut mit ihm meint. Aber er kann ihm nicht mehr glauben. Es ist zu spät. Er hat ausgeglaubt. Das Desaster ist nicht aufzuhalten.
    Euer „ausgeglaubt“ kommt hoffentlich rechtzeitig und zeigt auch auf, was trägt. Herzlichen Dank!
    Samuel aus Zofingen

    1. Manuel Schmid

      Lieber Samuel – entschuldige die späte Rückmeldung: vielen Dank für deine ermutigende Rückmeldung und den Hinweis auf den Gebrauch des Wortes «ausgeglaubt»: Das war uns nicht bewusst, wir haben es tatsächlich als Wortneuschöpfung begriffen. Spannend, dass das Wort bei Max Frisch schon vorkommt!

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