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Wieviel Magie verträgt die Kirche?

Das Bedürfnis, das Chaos der Welt zu ordnen könnte älter nicht sein: Im ersten Schöpfungsbericht im Kanon der Bibel schafft der Gott in jener Erzählung Licht und Dunkel, Erde und Wasser undsoweiter – er ordnet quasi das Nichts, das Chaos in für uns fassbare Kategorien. Rita heisst das im Sanskrit, die natürliche oder göttliche Ordnung, die von den Ritualen der Brahmanen oder Könige nachgeahmt und aufrechterhalten werden sollte. Erinnert an die Rituale im jüdisch-christlichen Kontext, oder?

Ja, das Chaos oder das Nichts so sein zu lassen, ohne für uns verständlichen Sinn scheint menschenunmöglich zu sein. Magie ist genau wie die organisierte Religion auch so ein Versuch – oder ist sie gar etwas weniger manipulierend? Etwas lebendiger? Patrick und Deborah Leela über Rosenquarze, Disneyfilme und den reformierten Mangel an Engeln.

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2 Kommentare zu „Wieviel Magie verträgt die Kirche?“

  1. Danke euch für das Gespräch, das war echt spannend zu hören!
    Mir fielen als magisch denkende Christen spontan die pfingstlich-charismatischen ein, in deren Vorstellungswelt es ja viel um (unsichtbare) Mächte, Dämonen usw. geht. Und mit einer gewissen Distanz zu meiner eigenen frommen Prägung kann ich sagen: Obwohl dort alles “Magische” (Heilsteine, Räucherstäbchen etc.) verteufelt oder belächelt wurde, war sie doch recht magisch-neurotisch: Die Pflicht zum Tischgebet, zum Gottesdienstbesuch, zum Gebet vor Prüfungen, vor Reisen etc. mit schlechtem Gewissen, wenn man es nicht getan hatte. Und der Schlussfolgerung, dass man es eben unterlassen haben muss oder nicht genug vertraut haben musste, wenn etwas schief ging. Die quasi-Orakel-Befragung der Bibel (in Form der Herrnhuter Losungen) vor einer wichtigen Entscheidung. Die Angst um das “Verlorensein” eines Kindes, weil es nicht getauft ist (und die Interpretation seines temperamentvollen, eigensinnigen Charakters als Folge der fehlenden Taufe) usw.

    1. Danke liebe Katharina für diese Ergänzung – Magie mit all ihren schwierigen Seiten lässt sich tatsächlich nicht einfach wegschieben… Mir scheint, am hilfreichsten und freisten ist ein angstfreier und klarer Umgang mit der Tatsache, dass alles beseelt ist und nicht alles sichtbar ist, was existiert.

      Danke fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal!

      Herzlich
      Deborah Leela

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