Stephan startet diese Folge mit einem «Hallelujah der Woche»: Ein Abend mit seiner Frau und Sandra Bils, ganz ohne Kirchendebatten – und dafür voller inspirierender Gespräche über das, was sie sonst bewegt. Manuel bringt im «Stossgebet der Woche» seine Spareribs ins Spiel: Low and slow nach der 3-2-1-Methode hat er sie für den Geburtstag seines Sohnes vorbereitet – und mit einer unsensiblen Bemerkung prompt eine Auseinandersetzung über Tierethik ausgelöst – anstelle der Festtagsfreude, die er eigentlich teilen wollte…
Doch das eigentliche Thema ist ernster: Der gewaltsame Tod von Charlie Kirk. Manuel hat in einem Blogbeitrag versucht, die Frage zu beantworten, wie man auf ein solches Attentat reagieren kann – ohne Kirk zum Märtyrer zu verklären, aber auch ohne seinen Tod als gerechte Strafe zu deuten. Die Resonanz war gross: viele dankbare Rückmeldungen, aber auch heftige Kritik und erboste Kommentare.
Besonders diskutieren Manuel und Stephan einen vielbeachteten Post von Quinton Ceasar und Nathalie Eleyth. Darin machen die beiden POC klar: Gewalt verurteilen – ja. Aber Trauer und Empathie für jemanden, der selbst unermesslichen Schaden angerichtet und Menschen systematisch abgewertet hat, schulden wir nicht. Christliche Liebe sei kein sentimentales Mitgefühl für Unterdrücker, sondern Widerstand gegen zerstörerische Strukturen – und Gottes Parteilichkeit gelte den Unterdrückten.
Wie darauf reagieren? Was bedeutet das für die christliche Rede von Feindesliebe und Mitleid? Genau darüber reden Manuel und Stephan – und sind sich am Ende längst nicht in allem einig.




4 Gedanken zu „Charlie Kirk: Warum es nicht um Mitleid geht.“
Empathie braucht Regulation, das weiß jeder, der beruflich mit den Sorgen und dem Leid anderer zu tun hat. Die “Bemessungsgrenze” für die Empathie sollte sich dabei meines Erachtens an der Stabilität des Gebenden und nicht des Empfangenden bemessen. Anstand & Respekt vor der Trauer und dem Verlust ist in meinen Augen jedoch keine emotionale Herausforderung oder Liebestat sondern gehört zur “Grundausstattung” bei jeder zwischenmenschlichen Interaktion.
Wes das Herz voll ist, des geht der Mund (oder auch die Tastatur) über.
Da ist einfach zuerst Selbstreflexion angesagt. Unser Umgang und das Ergebnis der gewiss angebrachten kritischen Betrachtung von C. Kirks Leben sollte unsere eigene Menschlichkeit nicht in Frage stellen müssen.
“Empathie braucht Regulation, das weiß jeder, der beruflich mit den Sorgen und dem Leid anderer zu tun hat. […]
Da ist einfach zuerst Selbstreflexion angesagt. … sollte unsere eigene Menschlichkeit nicht in Frage stellen müssen.”
Also da ist die systemrationale Kapitulation offenbar allzu leichtfertig mit der beruflichen Prägung verwebt!?🥴
Ich kann das jetzt ad hoc so weder veri- noch falsifizieren weil, ganz ehrlich, … ich han nüt verstande 🤷♂️
Gemeint habe ich, das es uns allen gut tun würde, sich vorzustellen ob man das Gesagte/Geschriebene auch den Angehörigen als Nachruf bei der Trauerfeier ins Gesicht sagen würde/könnte. Für mich überlegt, könnte ich den Hinterbliebenen mein Bedauern über ihren Verlust ehrlich ausdrücken, die wirklich notwendige kritische Beleuchtung des moralischen Scherbenhaufens müsste ich in die Zukunft verschieben wo sich alle erhitzten Gemüter inklusive dem meinen etwas beruhigt haben.
Ob mein System jetzt vor der Ratio kapituliert hat möge der geneigte Leser entscheiden.
“… versucht, die Frage zu beantworten, wie man auf ein solches Attentat reagieren kann – ohne Kirk zum Märtyrer zu verklären, aber auch ohne seinen Tod als gerechte Strafe zu deuten.”
Wer bitte stellt solche Fragen? Allein schon der Gedanke des Abwägens, inwieweit Schmähung, Unrecht, Leid und Tod womöglich berechtigt erfahren werden, offenbart ein völliges Unverständnis gegenüber der Lehre Jesu.