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«FOBO» – oder: Muss ich nützlich sein?

Stephan und Manuel fragen sich, warum diese Vorstellung eigentlich so bedrohlich ist. Haben wir uns so sehr daran gewöhnt, unseren Wert über Arbeit, Leistung und Nützlichkeit zu bestimmen? Und wäre eine Welt, in der wir dank KI viel weniger arbeiten müssten, tatsächlich eine Befreiung – oder vor allem eine gewaltige Identitätskrise?

Dabei stossen sie auf eine erstaunlich unproduktive Idee der Bibel: die Sabbatruhe. Einen Tag lang nichts herstellen, nichts optimieren, nichts leisten müssen. Vielleicht steckt darin ein ziemlich radikaler Einspruch gegen eine Welt, in der selbst Erholung noch der Leistungsfähigkeit dienen soll.

Denn womöglich ist «Jeder Mensch ist nützlich» gar nicht der humanistische Satz, für den wir ihn halten. Vielleicht müsste es heissen: Kein Mensch muss nützlich sein. Und vielleicht stellt KI deshalb weniger die Frage, was Maschinen künftig alles können – als die Frage, was einen Menschen eigentlich wertvoll macht.

Ausserdem: Hallelujah der Woche: Manu kann wieder mit dem Trainer zur Arbeit kommen. Stossgebet der Woche: Wenn ein Hausfest zur generalstabsmässigen Übung wird.

 

Und hier findet ihr der Blogbeitrag von Stephan zum Thema «FOBO».

2 Kommentare zu „«FOBO» – oder: Muss ich nützlich sein?“

  1. Da viele Menschen sich darüber definieren, „nützlich zu sein“, werden diese natürlich vor großen Problemen stehen, wenn sie nicht mehr gebraucht werden. Das ist ja heute schon bei Menschen der Fall, wenn sie in Rente gehen oder arbeitslos werden. Sie können dann nichts mehr mit sich und dem Leben anfangen. Dabei kann es nichts Besseres geben als Befreiung von der Arbeit. Denn im Paradies musste der Mensch nicht arbeiten. Der Nichtarbeitende könnte sich also so recht des Lebens erfreuen. Da aber unsere Kräfte durch die Sozialisation gebunden wurden, müssen wir erst lernen zur herrlichen Freiheit der Kinder Gottes vorzustoßen. Ist das Leben nicht herrlich? Impulse für ein besseres Leben: https://manfredreichelt.wordpress.com/inhaltsverzeichnis/

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  2. Es stimmt eben nicht, dass KI viele Dinge besser kann als wir, denn KI wird von Menschen programmiert (zugegeben: besonders schlauen). Sie kann es höchstens schneller.
    Christoph Küderli
    Bubikon

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