Dein digitales Lagerfeuer
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Politik

Solidarität ist etwas Hinreissendes. Und sie ist zwiespältig. Ein Erfahrungsbericht.
Die Credit Suisse ist Geschichte. Und wieder ertönt ein Singsang aus entschlossenen Anklagen, resignativer Wehklage und alle stimmen in das Mantra ein: «Niemals wieder darf solches geschehen...» Dabei haben wir alle kaum den Hauch einer Ahnung, wie es zu diesem Zusammenbruch gekommen ist. 
Was in aufgeregten Zeiten Not tut, sind besonnene Stimmen. Leider sind diese rar, aber es gibt sie.
Im letzten Teil des verbalen Schlagabtausches zwischen Johannes Fischer und Stephan Jütte wird noch einmal das Verhältnis von Wahrheit und Geltung und Gerechtigkeit beleuchtet.
Neulich haben wir im RefLab zäh gerungen. Es ging um Jesus. Und um Superman. Aber noch um weit mehr: Wir merkten, dass wir offenbar unterschiedlich gendersensibel und woke sind. Mittels einer Serie von Briefen wollen wir uns austauschen, ohne in Culture Wars zu verfallen.
Die neue Phase im Kampf gegen die globale Klimaerhitzungskatastrophe führt zu einer Militarisierung der Sprache, radikaleren Aktionen und Bildern der Gewalt. Manche warnen vor dem Heraufziehen einer «Grünen Armee Fraktion» in Anlehnung an die RAF. Das Klima wird gleichzeitig hitziger und eisiger.
Nach dem inszenierten Winnetou-Shitstorm haben wir nun einen inszenierten Kreuz-Shitstorm. Es ist wichtig, dahintersteckende Dynamiken zu begreifen und nicht in Panik- und Entrüstungsfallen zu tappen.
Bis zu 24 Stunden stehen Menschen an, um Queen Elizabeth II. die letzte Ehre zu erweisen. Die Schlange ist mittlerweile das eigentliche Ereignis geworden, der Gruss am Sarg nebensächlich.
Der erfundene Winnetou-Shitstorm ist ein eindrückliches Lehrbeispiel für Medienhysterie. Angefacht aus Profitinteresse und Parteilichkeit.
Eine positive Ökobilanz ist eine Frage der Glaubwürdigkeit geworden. Und ein Ausweis für lernende Communitys. Ein Lokalaugenschein in einer christlichen Vorzeigegemeinde.
Die Cancel Culture ist dort angekommen, wo es sie in der Geschichte auch schon gegeben hat: in der Kirche. Gedanken zur Schwierigkeit, Ambivalenz auszuhalten.
Vielleicht war das schon immer so. Aber in den letzten paar Jahren ist es mir drastisch bewusst geworden. Wir sprechen, wenn wir über News reden, gerne in Katastrophenbildern – die Nachrichtenflut oder die Nachrichtenschwemme. Sie suggerieren, dass schier endlos viele verschiedene News auf uns zukommen, bis wir im Strudel der Informationen die Orientierung verlieren.
Am Sonntag stimmt Zürich über «Netto null» ab: Klimaneutralität bis 2040. Parallel setzt sich eine Kunstausstellung in der ETH Zürich mit der Zerbrechlichkeit des blauen Planeten auseinander.
Die EU baut die Europäische Agentur für Grenz- und Küstenwache «Frontex» aus. Auch die Schweiz soll sich als Mitglied des Schengen-Abkommens daran beteiligen. Am 15. Mai wird darüber abgestimmt, ob die Schweiz Frontex mit neu 61 Millionen Schweizer Franken anstelle der bisherigen 24 Millionen mitfinanzieren soll. Die Meinungen dazu gehen weit auseinander. Auch linke Stimmen sind uneins, wie abgestimmt werden soll.
Vom unbekannten KGB-Agenten zum derzeit am meisten gefürchteten Mann der Welt: Wie wurde Wladimir Putin zu dem, was er heute ist? Und welche Rolle spielten westliche Politiker und Wirtschaftsleute bei seinem Aufstieg?
Pazifistische Lösungen gegen den Krieg? Oder einen neuen verbindlichen Gerichtshof? Nein, der Krieg gegen die Ukraine zeigt, dass wir schlagkräftige Armeen brauchen und die feste Entschlossenheit, sie nicht einzusetzen.

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