Der Kanton Zürich will mit einer Standesinitiative die Zahl der bewilligungsfreien Sonntagsverkäufe von vier auf zwölf pro Jahr erhöhen. In Bern hat sich der Ständerat mit der Vorlage befasst, und schon die Frage des Eintretens machte deutlich, wie umstritten das Thema ist.
Noe nimmt die Debatte zum Anlass, einen Schritt zurückzutreten und einer grundsätzlicheren Frage nachzugehen: Warum ist der Sonntag überhaupt ein Ruhetag? Die Antwort reicht weit zurück. Sie beginnt beim jüdischen Sabbat und seiner Verankerung im Dekalog, wo der siebte Tag als Tag der Ruhe geheiligt wird. Sie führt weiter zum frühen Christentum, das den Sonntag als Tag der Auferstehung Christi in den Mittelpunkt rückte und ihm so eine eigene Bedeutung gab.
Aus diesem religiösen Erbe ist eine kulturelle Selbstverständlichkeit geworden. Was sagt ihr dazu? Seid ihr für einen allgemeinen Ruhetag am Sonntag, oder fändet ihr es besser, wenn die Läden an jedem Tag der Woche gleich geöffnet hätten? Was spricht für euch dafür, was dagegen? Geht es beim Sonntag vor allem um Tradition und Erholung, oder ist ein fester freier Tag in einer Gesellschaft, die ohnehin rund um die Uhr funktioniert, gerade heute besonders wertvoll? Schreibt es uns in die Kommentare, wir sind gespannt auf eure Sicht!
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