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Podcast Ausgeglaubt

Religion erledigt, Christentum vorbei? Wir schauen genauer hin – auf unsere Gegenwart, und auf das, was vom Glauben übrig bleibt.

Peter Thiel predigt den Antichrist, der Papst diskutiert über künstliche Intelligenz, Sicherheit wird zur neuen Volksreligion, und beim Tod von Charlie Kirk streitet das halbe Internet über Vergebung. Wer behauptet, Religion sei aus der Welt verschwunden, hat nicht gut genug hingeschaut.

Jede Woche nehmen wir uns vor, was gerade passiert – in Politik, Gesellschaft, Wissenschaft, Popkultur – und bohren nach: Welche Glaubensfragen stecken da drin? Welche Gottesbilder sind im Spiel, auch dort, wo niemand mehr «Gott» sagt? Und was hat eine reformierte Theologie dazu zu sagen, die sich nicht hinter Kirchenmauern verschanzt?

Wir, das sind Manuel und Stephan: zwei Freunde, zwei Theologen, zwei unterschiedliche Zugänge zum Glauben. Entsprechend sind wir uns auch oft nicht einig. Das halten wir aus, denn spannend wird es an den Bruchstellen und nicht im Konsens.

Und klar: Wir wissen es auch nicht wirklich. Aber vielleicht regt es dich an zum Mitdenken. Oder es regt dich auf, und du magst mit uns streiten.

Und du? Was beschäftigt dich, was sollten wir uns dringend vornehmen? Schick uns deinen Themenvorschlag – die besten Folgen sind oft die, auf die wir selbst nicht gekommen wären.

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Irgendwie hat es sich für Manuel und Stephan angefühlt, als wäre die Staffel zu den grossen Einwänden gegen den Glauben noch nicht ganz vorbei… Viele Hörerinnen und Hörer wollten von ihnen nämlich wissen, warum sie angesichts dieser gewichtigen Kritik an der Existenz Gottes doch immer noch glauben.
… und hier kommt sie, die zweite Folge zum Abschluss der glaubenskritischen Staffel von «Ausgeglaubt». Wir haben es nicht geschafft, auf alle eure hervorragenden Rückfragen zu dieser Staffel in einer einzigen Folge zu reagieren, darum legen wir hier nach...
So Leute, jetzt seid ihr dran. Nach einer bewegten Staffel, in der wir auf einige der gewichtigsten Einwände gegen den Glauben eingegangen sind, haben wir den Ball ihren Zuhörer:innen zugeworfen: Was sind eure Einwände gegen den Glauben, eure grossen Triggerpunkte, die es euch schwer oder unmöglich machen, euch auf den christlichen Glauben einzulassen?
Manuel und Stephan sind in den USA! Die beiden besuchen in San Antonio (Texas) die weltgrösste Tagung für Theologen und Religionsphilosophinnen – und reden in dieser Folge über eine christliche Bewegung, die in verschiedenen Veranstaltungen dieser Tagung diskutiert wurde: Das sogenannte «Muskelchristentum», oder auf Englisch: «muscular christianity».
In dieser Folge greifen Manuel und Stephan die klassische Formulierung des Theodizeeproblems auf – und diskutieren, ob sich diese Fragestellung nicht längst erledigt hat. Stephan plädiert dafür, dass die Frage nach dem Leid die Religion nicht bedroht, sondern sie erst hervorbringt…
Eine Staffel zu den grossen Einwänden gegen den christlichen Glauben kann nicht an dem Problem vorbeigehen, welches das Leid für den Glauben stellt. Manuel und Stephan rollen in dieser Folge die Geschichte der sog. Theodizeefrage auf. Sie zeigen, dass die Erfahrung des Bösen auch und gerade religiöse Menschen immer wieder umgetrieben hat – und dass sie zum Einwand gegen die Existenz Gottes in Stellung gebracht wurde.
Ist Gott wirklich nur eine Projektion menschlicher Wünsche und Vorstellungen an den Himmel? Stephan und Manuel gehen dieser Kritik am Glauben auf den Grund. Sie zeigen ihre Grenzen auf und plädieren für einen Gott, der nicht nur menschengestaltig vorgestellt wird, sondern tatsächlich Mensch geworden ist…
Nicht Gott hat den Menschen nach seinem Bild geschaffen – der Mensch schafft sich Gott nach seinem eigenen Bild! Der Religionskritiker Ludwig Feuerbach hat dieses Argument bekannt gemacht, es geht aber weiter zurück. Manuel und Stephan zeichnen die Geschichte dieser Kritik nach und zeigen, wie erschreckend einleuchtend sie ist…
Wie stichhaltig ist die Kritik am Gottesglauben im Namen der Naturwissenschaften? Gibt es Möglichkeiten zur versöhnlichen Verhältnisbestimmung dieser Grössen, oder muss man sich auf eine Seite schlagen? Manuel und Stephan diskutieren verschiedene Ansätze, Christentum und Glauben zusammenzudenken, ohne schizophren zu werden…
Die modernen naturwissenschaftlichen Erkenntnisse schnüren Gott die Luft ab und machen den Glauben überflüssig. Manuel und Stephan diskutieren diesen populären Einwand gegen den Glauben – und werfen einen Blick in die Geschichte der wissenschaftlichen Kränkungen des Menschen und seines Gottesglaubens…
Wie begegnet man der moralischen Kritik am christlichen Glauben, die sich aus den Verfehlungen der Kirche ergeben? Manuel und Stephan schreiten drei Antwortstrategien ab – und landen nicht bei einer sauberen Lösung, sondern bei einem Verständnis der Kirche als einer Wette auf Hoffnung hin…
Die blutige Geschichte der Kirchen, ihre Chronik der Gewalt und Diskriminierung unterläuft die Glaubwürdigkeit ihres Glaubens: Manuel und Stephan können über diese Form der moralischen Kritik am Christentum nicht sprechen, ohne auch die aktuellen Enthüllungen um Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche zu thematisieren.
Es gibt zahlreiche Versuche, mit den «anstössigen» Beschreibungen Gottes in der Bibel zurechtzukommen, sie zu rechtfertigen, umzudeuten, einzuordnen oder unschädlich zu machen. Manuel und Stephan breiten diverse Bewältigungsstrategien aus und machen deutlich, wie sie selbst mit dem Problem umgehen…
Die Bibel beschreibt an vielen Stellen einen ausserordentlich gewalttätigen, rachsüchtigen, blutrünstigen Gott, von dem man eigentlich nur hoffen kann, dass es ihn nicht gibt. Manuel und Stephan schärfen in dieser Folge das Problem, das sich damit für den christlichen Glauben ergibt.
Heute erzählen Manuel und Stephan von ihrem eigenen Bibelverständnis – und wie es sich durch das Theologiestudium verändert hat. Dabei kommen verschiedene Versuche zur Sprache, auf die Infragestellung der Bibel zu reagieren, ohne dabei seinen Glauben zu verlieren. Ganz einig werden sich die beiden dabei nicht…
Spätestens seit dem Aufkommen der historisch-kritischen Erforschung der Bibel scheint diese als inspirierte Offenbarung Gottes erledigt zu sein. Manuel und Stephan zeichnen in dieser Folge wesentliche geschichtliche Entwicklungen nach und schärfen das Problem, das sich damit für den christlichen Glauben stellt.

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