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Ist Jesus wirklich auferstanden?

Im ersten Teil der „Jesus“-Serie ging’s um die Frage, ob er überhaupt gelebt hat. Jetzt geht’s ans Eingemachte: Ist Jesus tatsächlich von den Toten auferstanden? Die Antwort darauf ist komplizierter.

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13 Kommentare zu „Ist Jesus wirklich auferstanden?“

  1. Roland Portmann

    Liebe Evelyne
    Heute bist du ein bisschen „kurz“:
    Es geht schon noch ein bisschen mehr wissenschaftlicher:
    Mit Ockham’s Rasiermesser gesprochen: Welche Erklärung ist nach unserem heutigen Wissenstand wohl die Plausibelste?
    Dann müssen wir wohl zugeben, dass er wohl sicher nicht „körperlich“ wie ein Zombie oder Frankenstein oder Lazarus wieder aufgestanden ist und einfach weitergemacht hat, wie bisher. Was genau „leiblich“ ist, müssten man hier noch klären und da könntest Du mit deinen Begriffen anknüpfen. Und was ist genau „Seele“?
    Bultmann’s Erklärung ist wissenschaftlich immer noch am stichfesten:
    Jesus ist ins Kerygma auferstanden.

    Zudem: ist es wirklich wichtig, dass Jesus leiblich auferstanden ist? Reicht „geistig“ nicht? Reicht seine Botschaft nicht (siehe der Taufbefehl bei Matthäus: „Lehrt sie alles, was ich euch gelehrt habe…)?
    Dass die leibliche Auferstehung so wichtig ist, das behauptet eigentlich nur Paulus, und der war bei nichts vom Leben von Jesus von Nazareth dabei…
    Die Botschaft vom Kreuz ist die Botschaft von Paulus und nicht von Jesus selber: seine ist die Bergpredigt bzw. das anbrechende Reich Gottes. Das sind zwei verschiedene Paar Schuhe…

    Also: Da geht noch etwas…
    Gruss

    Roland

    1. Hallo, lieber Roland!
      Auch ich bin heute ein bisschen ‚kurz‘:
      Es geht schon noch ein bisschen mehr hermeneutischer:
      Mit Engel’s Rasiermesser gesprochen: Wieso bzw. inwiefern ist Bultmanns Erklärung wissenschaftlich immer noch am stichfestesten?
      „Jesus ist ins Kerygma auferstanden.“ – das ist lediglich ein Satz, der von Bultmann stammt. Aber keine Begründung für wissenschaftlich höchste Stichfestigkeit.

      Zudem: Sagt Evelyne, dass es wirklich wichtig ist, dass Jesus leiblich auferstanden ist? Sagt sie, dass „geistig“ nicht reicht? Was heißt das: geistig auferstanden? Wer ist das, der den Marschbefehl bei Matthäus 28,19 gibt: „Geht nun …“? Ist dieses Gehen bloß geistig gemeint? Reicht geistig gehen? Ist vielleicht eine Art Gehirnjogging damit gemeint?
      Wenn und soweit, wie Du schreibst, eigentlich nur Paulus behauptet, dass die leibliche Auferstehung wichtig ist, dann ist diese Tatsache, deren Richtigkeit unterstellt, noch kein Argument dagegen, DASS die leibliche Auferstehung wichtig und auch noch kein Argument dafür, dass die leibliche Auferstehung UNWICHTIG ist. Sondern lediglich die Beschreibung eines unstrittigen bzw. nicht zu bestreitenden Sachverhaltes. Gleiches gilt im Blick auf die Aussage: „und der (scil. Paulus) war bei nichts vom Leben von Jesus von Nazareth dabei.“

      Die Botschaft vom Kreuz gibt es bei Paulus nicht. Es gibt bei Paulus die ‚Botschaft‘ vom „Wort vom Kreuz“. Dass diese Botschaft nicht von Jesus stammt bzw. stammen kann, ist so offensichtlich wie banal. Was aber hat (all) das mit Auferstehung bzw. was hat (all) das insbesondere mit der Rede von der Auferweckung Jesu, des Nazareners, des Gekreuzigten durch Gott zu tun (Mk 16,6)? Wer ist – salopp formuliert – Gott in diesem ganzen Spiel? Damit hätten wir dann schon mindestens 4 Paar verschiedene Schuhe…

      Also: Auch da geht noch etwas…

      Gruß
      Gerhard

      1. Roland Portmann

        Hallo Gerhard
        Gut, dann halt etwas „detaillierter“:
        Was ist nach unserer Erfahrung plausibler:
        Ein jüdischer Revolutionär wird vor rund 2000 Jahren von der römischen Staatsmacht hingerichtet und in ein Grab gelegt- und die Römer verstanden hier ihr Handwerk leider.
        oder
        Jesus von Nazareth- der oben erwähnte Revolutionär aufersteht „leiblich“, was es so bis jetzt noch nie gegeben hat.
        „Jesus ist ins Kerygma auferstanden“ ist eine schöne Deutung der Aussage, dass seine Botschaft aber weitergelebt hat und es weiter tut; dasselbe könnte man von Martin Luther King, Nelson Mandela und auch Gandhi sagen.
        Aber die Frage ist doch immer noch die: Muss Jesus „leiblich“ auferstanden sein, damit das Christentum „funktioniert“? Paulus sagt ja, Evelyne, du und auch ich sagen nein- geistig reicht.

        1. Jürgen Friedrich

          Die von Kirchen-Christen „gewürdigte“ Auferstehung ist eine Fälschung, weil es sich eindeutig um eine Wieder-Auferstehung gehandelt hat. Egal, ob leiblich oder geistig oder beides zusammen fand seine (und unsere ! ) Auferstehung zur „normalen Lebenszeit“ statt. Nämlich aus toten Atomen plus ATEM GOTTES . — Deshalb nenne ich mich lieber „Bibel-Christ“

          1. Evelyne Baumberger

            Liebe Kommentierende, ferienhalber eine späte Antwort von mir, doch ihr habt ja untereinander interessant diskutiert.
            Nur kurz: Ich bin auf die „leibliche“ Auferstehung eingegangen, weil es viele Christ*innen gibt, die tatsächlich daran glauben bzw. für die das sogar ein ganz entscheidender Punkt ist. Das sollte man nicht ignorieren, auch wenn man nicht dieser Ansicht ist.
            Liebe Grüsse und schönen Montag euch!

  2. Was wäre passiert, wenn der Leichnam Jesu im Grab verblieben wäre? Dann hätte ihn Maria von Magdala salben können und die anderen Frauen wären ebenfalls gekommen, um den Leichnam zu verehren. Die Apostel hätten ihn ausstellen können, um die Reliquienverehrung zu ermöglichen. Der Auferstandene hätte nicht da und dort erscheinen können, wie die Evangelien berichten.
    Was das heisst: „Mit Leib und Seele auferstehen“, darüber kann man sich streiten. Ich glaube an die immerwährende Präsenz des Auferstandenen: im Wort, in der Gemeinschaft der Kirche, im Sakrament.

  3. Guten Tag Evelyne
    Ich habe mich auf deinen Beitrag sehr gefreut. Leider wurde ich von Augenzeuginnen jäh unterbrochen. Ein Zeuge bleibt germanistisch ein Zeuge ob er männlich oder weiblich ist. Schade, dass du zu den Menschen gehörst, welche jeden Zeitgeist der Gesellschaft unüberlegt mitmachen (oder jedenfalls diesen Genderwahnsinn).

    1. Evelyne Baumberger

      Guten Morgen, Renato, wenn dich das stört, wirst du dich noch an einigen meiner Beiträge stören. Gendergerechte Sprache ist mir wichtig.

  4. Vor seiner Geburt war Jesus auferstanden.
    Sterben gilt nicht für Gott und seine Kinder.
    Wir Auferstandene vor unserer Geburt.
    (Rose Ausländer)

    Willigis Jäger in „Suche nach dem Sinn des Lebens“: Die Kontemplation vertieft den Glauben an Jesus Christus und wandelt ihn dadurch. Sie führt vom Jesus zum Christus. Jesus wollte also in die Erfahrung Gottes, in die Fülle des Lebens führen. Er nannte diese Fülle des Lebens «Reich Gottes» oder «ewiges Leben». Er wollte zur Umkehr zu diesem Leben bewegen. Um das zu erfahren müssen wir «wiedergeboren werden», wie Jesus zu Nikodemus sagt. Wir müssen unser wirkliches Leben erfahren. Die leibliche Geburt hat uns diese Erfahrung nicht gebracht.

    Christliche Mystik ist so alt wie die Kirche. Paulus wurde durch eine direkte mystische Begegnung mit dem Auferstandenen zum Christen – und nicht durch menschliche Vermittlung. Er spricht von einer mystischen Erfahrung, wenn er sagt: «Nun lebe nicht mehr ich, sondern Christus lebt in mir» (Galater 2,20). Ähnlich zielt das Johannesevangelium auf die mystische Vereinigung der Christen mit Christus: «Ich habe ihnen die Herrlichkeit gegeben, die du mir gegeben hast», sagt Jesus in den „Abschiedsreden“ des Evangeliums, «damit sie eins sind, so wie wir eins sind, ich in ihnen und du in mir» (Johannes 17,22+23).

    Ziel aller Religion ist die Erfahrung der Einheit mit der universalen Wirklichkeit. Unio mystica nennt es die christliche Tradition. Das heisst Einssein mit Gott, so alt sein wie Gott, d.h. zeitloses Leben sein. Unser tiefstes Wesen hat kein Alter. Es ist zeitlos wie Gott selbst. Wenn wir diese zeitlose Existenz erfahren, sind wir auferstanden.

  5. Manfred Reichelt

    Der Tod ist das Problem des Menschen und die Überwindung des Todes ist die Lösung. In der Überwindung des Todes wurde der physische Leib Jesu Christi verwandelt und in diesem stand er auf:

  6. Jürgen Friedrich

    Die von Kirchen-Christen „gewürdigte“ Auferstehung ist eine Fälschung, weil es sich eindeutig um eine Wieder-Auferstehung gehandelt hat. Egal, ob leiblich oder geistig oder beides zusammen fand seine (und unsere ! ) Auferstehung zur „normalen Lebenszeit“ statt. Nämlich aus toten Atomen plus ATEM GOTTES . — Deshalb nenne ich mich lieber „Bibel-Christ“

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