Die Titularprofessorin lehrt Neues Testament in Basel und macht gleich zu Beginn deutlich, wie grundlegend die Bibel für feministische Spiritualität ist. Sie zeigt, wie die biblischen Geschichten von Frauen uns heute Kraft und Sprache verleihen, genau hinzuschauen, realistisch in die Welt zu blicken, ohne dabei den Mut zu verlieren. Kritisch gegenüber jenen Mächten sein, die ein Interesse daran haben, dass alles so bleibt, wie es ist; Menschen auf ihre ausstehende Befreiung aufmerksam und neugierig machen – das sind die biblischen Grundzüge feministischer Spiritualität.
Berührenden Tiefgang entwickelt das Gespräch dort, wo es um die Erfahrung des Sterbens und eine traumasensible Spiritualität geht. Was hilft eine feministische Leseart der Auferstehungsgeschichten, wenn wir heute trauern? Wer kam auf die Idee, mitten in den traumatischen Jahren nach der Zerstörung Jerusalems (70 n.Chr.) ein Markusevangelium zu schreiben? Wie können wir weiterleben, wenn alles zerstört ist?
Schliesslich interessiert Thorsten und Andi, wie ihre Gästin aus einer feministischen Interpretation der Johannesoffenbarung eine apokalyptische und hoffnungsstiftende Spiritualität entwickelt. Was sind Drachen und Dämonen? Warum fällt die neue Schöpfung nicht aus heiterem Himmel in unseren Schoss? Und was hat es mit den gebärenden Kräften der Erde auf sich?
Eine Geist.Zeit Folge voll feministischer Impulse für eine standhafte und beherzt zupackende Spiritualität.
Mehr Informationen zu Lucia Sutter Rehmann auf ihrer Webseite. Vgl. auch ihren Podcast Feministische Bibelgespräche.
Siehe mehr zu ihrem Buch Dämonen und unreine Geister
Um die im Gespräch erwähnte Marga Bührig geht es auch in unserer Podcast-Folge zu den Anfängen der Feministischen Theologie
Vortrage mit Präsentation: Gott will die Zerstörung nicht: https://aeneas-silvius.ch/gott-will-die-zerstoerung-nicht/
Artikel: Gott will die Zerstörung nicht: https://www.neuewege.ch/gott-will-die-zerstoerung-nicht-reclaim-apocalypse






7 Gedanken zu „Luzia Sutter Rehmann: Feministische Spiritualität“
Hallo zusammen,
vor einer längeren Autofahrt habe ich mit meiner Tochter (20, studiert Naturwissenschaften, großer Swiftie) die Playlist diskutiert. Wir haben uns darauf geeinigt, zuerst euren Podcast zu hören und danach Taylor Swift rauf und runter.
Als ich sie danach gefragt habe, ob sie sehr leiden musste, sagte sie: “Nein, das war ein cooler Podcast.” Ich denke, ein größeres Lob aus dem Mund einer Zwanzigjährigen werdet ihr nicht bekommen.
Vielen Dank euch Dreien, wir haben gute Anregungen mitgenommen und nachdem ich ein ähnlicher Jahrgang bin wie Thorsten, freue ich mich auch immer sehr, Dinge dazuzulernen, die in meiner Studienzeit zu kurz gekommen sind.
Alles Gute und nochmals vielen Dank.
Herzliche Grüße aus Nürnberg.
Wahrlich, ein schöneres Lob zur Taylor Swift Folge ist kaum denkbar.
Oh, ein Missverständnis. Es war die Folge zur feministischen Spiritualität, die wir gehört haben. Die kam auch bei meiner Tochter gut an.
Erst danach war Taylor Swift dran auf der Playlist der Tochter.
Hi, könnt ihr den versprochenen Link noch dazumachen?
Superinteressante Gedanken waren das, vielen Dank!
Lieben Dank für die Erinnerung, denn den Text und den online Vortrag “Gott will die Zerstörung nicht” hatte ich tatsächlich vergessen.
Beide links sind nun am Ende der Folgenbeschreibung klickbar. Oder direkt hier:
Vortrag: Gott will die Zerstörung nicht
Artikel: Gott will die Zerstörung nicht
Hallo und Danke für die Episode, als jemand der in Therapie wg frühkindlicher Traumen ist und auch schon ein Seminar zu Dämonen an der Uni hatte. “Wir” Nachfolgenden Jesu haben ja den Auftrag auch “Dämonen auszutreiben” .. das es damals schon ging lese ich in der Apostelgeschichte… Ich finde es superspannend einmal über spirituelles “Begleiten” von Therapie ( ich mache im wesentlichen eine kognitive Verhaltenstherapie) und die Therapien der Bibel etwas zu machen. Das was Luzia Sutter Rehmann vom “geht an den Anfang” angesprochen hat erinnert mich an heutige “Traumatherapie”
Vielen Dank Burkhard aus Bochum
Eine für mich hin- und mitreissende Folge die mir ein weiteres Mal aufzeigt, in welche Weiten und Denkhorizonte mich feministische Theologie (in ent)führen kann.
Ganz herzliche DANK für diese Episode!
Karl-Heinz Rudishauser