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Theologie – mehr als Du denkst!

Theologie … bringt’s das noch? Lernen wir uns und unsere Welt tiefer kennen, wenn wir «Gott» mit auf die Denkreise nehmen? Ja, Theologie bringt’s noch, davon sind Andreas und Thorsten überzeugt. In diesem Podcast reisen sie durch die Geschichte der Schweizer Theologie der letzten 100 Jahre. Dabei suchen sie nach theologischen Entdeckungen, die bis heute geistreich sind und inspirieren. Und sie diskutieren manche Gedanken, die aus der Zeit gefallen sind. Beide bringen dabei ihre eigene theologische Biografie mit. In der ersten Folge fragt Thorsten Andreas, was passieren muss, damit ein Automechaniker wissenschaftlicher Theologe wird, Trinität für ziemlich praktisch hält und Zeitgeist und Heiligen Geist als Spielgefährten betrachtet.

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17 Kommentare zu „Theologie – mehr als Du denkst!“

    1. Ermutigend und auch hilfreich, wenn ich solche Rückmeldungen bekomme. Wir wollen die Flughöhe auf jeden Fall beachten und wenn nötig auch nachjustieren.

    1. Ja der so oft gescholtene und manchmal verteufelte Zeitgeist. Oder besser: Die vielen Zeitgeister, die oft genug auch gegeneinander stehen. Die zeitgeistkritische Komponente des Evangeliums haben wir glaube ich gut drauf. Aber was ist mit der zeitgeistoffenen Seite? Mit der Beobachtung, dass Gott nicht einfach als Allmächtiger über uns hinweggeht, sondern auf den passenden Zeitpunkt (Kairos) wartet, um sich zu zeitigen. „Als die Zeit erfüllt war …“ Zeitgeist als die sehnsuchtsgeladene Kraft, die den Kairos zumindest mit hervorbringt? Im Zusammenspiel mit dem Geist Gottes?

    1. Ja, da sagst Du was … gespannt. Bin ich auch. Wie am Anfang einer Reise, wo man noch nicht genau weiss, wohin es geht. Ich bin ja podcast-Anfänger, aber vielleicht hat das ja auch seinen Reiz.

  1. Roland Portmann

    Hört sich interessant an, ist aber auch gefährlich: wie bereits oben erwähnt könnte es zu einer Dogmatik-Vorlesung anhand theol. Persönlichkeiten werden, was Schade wäre, da es doch auch „nicht theologisch geschulte“ Menschen ansprechen sollte…
    Aber als Theologe und Pfarrer für mich natürlich ne tolle Sache!
    Als Gemeindepfarrer gehe ich mit Andreas überein: was ich auf der Strasse oder der Kanzel nicht brauchen kann, interessiert mich nur als geistige Gymnastik….und doch sind die meisten Menschen denen ich begeben und auch in der Landeskirche eher säkularisiert und können mit Begriffen wie Erlösungslehre oder Trinität aber auch gar nix anfangen…auch unsere theologischen Grössen wie Karl Barth, Schlatter und co. funktionieren meiner Erfahrung nach nur im evangelikalen oder postevangelikalen Bereich…beide nicht der Mainstream in der Landeskirche… Deshalb finde ich die Anknüpfungspunkte, die uns Lauster in seinen Büchern für die Diskussion liefert am ergiebigsten…das nur nebenbei…
    Bin aber gespannt, was kommt und höre gern mit!

    1. Vielen Dank, auch für die Erinnerung an die breite und tiefe Kluft zwischen wissenschaftlicher Theologie und Gemeindeleben. In dieser Reise durch die Theologie kommen wir vermutlich mehr von der Theologie und nähern uns den konkreten, lebensweltlichen Erfahrungen der Menschen innerhalb und ausserhalb des Glaubens. Danach wird es dann genauso in die umgekehrte Richtung gehen, Hören und Vernehmen, was wir erfahren, in welchen Zusammenhängen und unter welchen Bedingungen des Lebens heute an die Frage nach Spiritualität, Religion, Glaube und Theologie aufpoppt. Dieses „Bohren von zwei Seiten“ (Thorsten nannte es „Gotthardprinzip“) wollen wir kultivieren. Und über die Unterscheidung (post)evangelikal und landeskirchlich in diesem Zusammenhang muss ich erst mal nachdenken. Danke fürs Mitgehen.

  2. Das sind revolutionäre Gedanken, vor allem ab min. 45 wirds extrem mutig. Lieber Andreas, ich hab wirklich den Eindruck, da wartet etwas Grosses darauf, gesucht, gefunden und mit vielen, vielen Menschen geteilt zu werden.
    Ich bin gespannt, wir ihr diese PS auf die Strasse bringt (oder in die Gemeinden).
    Zu Trinitat fand ich einerseits „die Hütte“ sehr ansprechend und verständlich, und, wenn auch mehr für Insider, auch Richard Rohrs Göttlicher Tanz. Weiss aber nicht genau, ob das fir Theologen seriös genug ist.

    1. Diese frohe Erwartungsbereitschaft freut mich arg. Und „Die Hütte“ finde ich vor allem im Hinblick auf den Seitenstrang, in dem sozusagen nebenher die trinitarische Gemeinschaft inszeniert wird, gelungen. Das ist sehr wohl theologisch seriös, aber ohne dass man hier die theologische Hintergrundarbeit in den Vordergrund rückt. Der Hinweis auf Richard Rohr macht mich jetzt neugierig. Danke dafür. Kennst Du den kurzen Beitrag von Matthias Wüthrich „Der tanzende Gott“? Sende Ihn dir gerne zu.

  3. …. klingt mir ein bisschen schwärmerisch.
    Bodenhaftung erscheint mir angesagt….
    Man gedenke der Hilflosen und Verlorenen in dieser Welt.
    Mit Halleluja singen bleibt da wenig.

    Ansonsten bin ich voll mit dabei und freue mich neugierig auf die nächsten Episoden.

      1. Es freut mich sehr, wenn junge Leute sich so für Theologie interessieren. Leider konnte ich in dem Dialog mit Andreas nichts hören, warum es Jesus wirklich ging. Er wollte das Gottesreich auf Erden. Das heisst: Liebe Dich selbst, liebe Deinen Nächsten und liebe Deine Feinde. das sollten wir ernst nehmen. Erst die vollkommene Liebe treibt die Angst aus. Ich bin 88 und habe in meinem langen Leben das gelernt. Denkt nicht, dass ich es schon erreicht hätte, aber ich bin froh, dass ich weiss warum es Jeshua gegangen ist. Ich hätte gerne Kontakt mit einem von Euch. Meine Telefonnummern sind: 044 592 69 96 oder 076 570 07 73. Auch eine e-mail wäre mir recht- Danke! Viel Glück auf Eurem theologischen Pfad. Damals in Holland, hätte ich gerne Theologie studiert, aber damals konnten weibliche Pfarrpersonen nicht taufen und kein Abendmahl geben. Ich habe dann Niederländisch studiert in Leiden, bis ich meinen Schweizer Mann heiratete und in der Schweiz wohnen konnte. In 1962. Da hatten die Frauen noch kein Stimm- oder Wahlrecht. Ich arbeitete in der Zentralbibliothek in Zürich und als die erste Abstimmung bachab ging, kleidete ich mich ganz in Schwarz, obwohl ich Farben liebe. Da hatten alle meine Mitarbeitende grossen Spass. Ich erklärte ihnen, dass ich auch alles schwarze Unterwäsche trug, so hintergeblieben kam mir das alles vor. Aber jetzt liebe ich die direkte Demokratie, sie ist nicht perfekt, aber doch die beste politische Form, die man haben kann. Was ich sehr fortschrittlich fand in der schweizer reformierten Kirche, war, dass man kein festgeschriebenes Glaubensbekenntnis hat. Jetzt kann ich das in der Niederländischen Kirche nicht mitsprechen. Ich habe auch Mühe im Vater Unser das Wort Herrlichkeit zu sagen, darum sage ich immer Zärtlichkeit. Das Stimmt besser mit Jesu Gedanken überein.

        1. Hallo, ich habe versucht, Ihnen eine E-Mail zu schreiben, bekomme aber eine Fehlermeldung. Wenn Sie mögen, dann antworten Sie mir doch direkt auf andreas.loos@reflab.ch
          Vielleicht kommen wir so ins Gespräch.
          Jetzt erst mal herzlichen Dank für Ihr Interesse und Kommentieren

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