Less noise – more conversation.

Summertime-Special 4: «Manuels Bekenntnis»

Wir haben diese und die folgende Spezialfolge von «Ausgeglaubt» ursprünglich an eine Staffel drangehängt, die sich um die ganz grossen, wirkmächtigen Bibeltexte dreht. Von der Schöpfung über die Sintflut, Gesetzgebung, Kreuzigung und Auferstehung Jesu bis zur Offenbarung hatten wir dort ganz zentrale Stationen der biblischen Geschichte und des christlichen Selbstverständnisses diskutiert – und zum Schluss gemerkt, dass wir zu unserem eigenen Glauben noch etwas sagen müssten.

Daraus ist der Versuch entstanden, ein ganz persönliches «Glaubensbekenntnis» zu formulieren. Es sind zwei sehr ehrliche, nahbare Folgen geworden, in denen wir zu verdichten versuchen, was uns «wichtig bleibt», wie unser «Ausgeglaubt»-Claim sagt – und in denen wir uns vom Glauben des anderen inspirieren und herausfordern lassen.
«Ausgeglaubt» at it’s best, könnte man sagen…

Hier die ursprüngliche Kurzbeschreibung dazu – viel Spass und Inspiration beim Hören!

Heute wird’s persönlich. Manuel wagt den Aufschlag – und formuliert sein eigenes, selbstgestricktes Glaubensbekenntnis. Mit Stephan kommt er dann über den Gott ins Gespräch, der Liebe ist, der irgendwie aus drei Personen besteht – und der mal wiederkommen wird. Nicht, um die Geschichte zu beenden, sondern um eine neue Geschichte anzufangen…

 

Manuels Bekenntnis im Wortlaut:

Ich glaube an einen Gott, der Liebe ist.
Leidenschaftliche, hingegebene, kreative, kompromisslose Liebe. Ein Gott, der in der Gemeinschaft von Vater, Sohn und Geist lebt – und der aus dieser Gemeinschaft der Liebe heraus die Schöpfung hervorgebracht und den Menschen als sein Gegenüber erschaffen hat.

Ich glaube an einen Gott, der uns als guter Vater niemals aufgibt.
Gott schreibt seine Geschichte mit den Menschen und ringt beharrlich um unsere Gemeinschaft – er wartet auf uns Jenseits von Eden, begibt sich mit den Vätern auf Reisen, zeltet mitten unter seinem Volk und beginnt nach Rückschlägen, Enttäuschungen und Niederlagen immer wieder von neuem.

Ich glaube an einen Gott, der als eingeborener Sohn einer von uns wird.
Gott betritt in Jesus Christus den Staub dieser Erde, tritt in unsere Lebenswelten ein, teilt unsere Anfechtungen, begegnet unseren Nöten, wird in den ungerechten Systemen dieser Welt aufgerieben – und beweist in seiner Auferstehung, dass nicht das Leid und der Tod das letzte Wort haben.

Ich glaube an einen Gott, der uns als Heilige Geistkraft umgestaltet.
Gottes Geistkraft erfüllt seine Kirche mit ihrer Gegenwart und durchdringt jeden Winkel unserer Wirklichkeit – sie ist überall schon am Werk, bewegt Menschen zum Guten, Wahren und Schönen, verwandelt uns von innen heraus und arbeitet auf die Transformation unserer Gesellschaft(en) hin.

Ich glaube an einen Gott, der uns noch einmal überraschen wird.
Gott wird diese alte, geschundene Schöpfung erneuern und diese zerbrochene Menschheit heilen. Das letzte Kapitel ist noch nicht geschrieben – und wenn es einmal soweit ist, dann wird sich zeigen, dass es zugleich das erste Kapitel einer neuen Geschichte ist, die Gott mit uns beginnt…

2 Kommentare zu „Summertime-Special 4: «Manuels Bekenntnis»“

  1. Karl-Heinz Rudishauser

    *** Meditation *** zu Manuels Bekenntnis

    Ich glaube an einen Gott, der Liebe ist.
    Leidenschaftliche, hingegebene, kreative, kompromisslose Liebe. Ein Gott, der in der Gemeinschaft von Vater, Sohn und Geist lebt – und der aus dieser Gemeinschaft der Liebe heraus die Schöpfung hervorgebracht und den Menschen als sein Gegenüber erschaffen hat.

    *** Ein Gott – Vater – Sohn – Heilige Geistkraft – der die Schöpfung hervorgebracht hat – die Schöpfung alles, wirklich alles – Fragezeichen – Ausrufzeichen!! Alles – alles alles – kein Dualismus! Hervorgebracht – in 6 Tagen – in 6 Tagen mal 1.000 Jahren oder 1.000 Lichtjahren oder mehr oder anders … ER hat hervorgebracht – das ist das entscheidende – der Urgrund – Ursprung. Den Menschen – weiblich und männlich als Ebenbild – und was dazwischen ist, wie die Dämmerung oder die Lagune. Und wie ist da Gott? Wie stelle ich mir Gott vor? weiblich und männlich. ***

    Ich glaube an einen Gott, der uns als guter Vater niemals aufgibt.
    Gott schreibt seine Geschichte mit den Menschen und ringt beharrlich um unsere Gemeinschaft – er wartet auf uns Jenseits von Eden, begibt sich mit den Vätern auf Reisen, zeltet mitten unter seinem Volk und beginnt nach Rückschlägen, Enttäuschungen und Niederlagen immer wieder von neuem.

    ***Gott als Vater – es gibt Väter, die ihre Kinder und Frauen schlagen, missbrauchen, gewältig sind – die betrügen weil sie auch andere Frauen als die eigene begehren. Väter, die nie oder kaum Zeit haben für ihre Familien – Frauen – Kinder …
    Gott als Vater – ich möchte neue Erfahrungen machen, ein neues, ein Gott-Vaterbild gewinnen, in meinem Herzen!
    Ein Gott der Geschichte und Geschichten. Ein Gott der sich auf die Reise mit seinen Menschen begibt – auch mit mir. Der nicht verharrt in der Vergangenheit sondern der mitgeht, mit mir zeltet, SEIN Zelt aufschlägt in unserer Zeit. „Wohin wir gehen, dahin kommt nun auch der HERR.“ Darum ist Gott dabei, mitten drin in dem was sich in der, in meiner Geschichte ereignet, mit dem ich oft, meist, immer Mühe habe: … Rückschlägen, Enttäuschungen, Niederlagen, … Zweifel, Ängste, Verlassenheit, Gott-Verlassenheit …ER gibt uns und diese Welt nicht auf – niemals! ***

    Ich glaube an einen Gott, der als eingeborener Sohn einer von uns wird.
    Gott betritt in Jesus Christus den Staub dieser Erde, tritt in unsere Lebenswelten ein, teilt unsere Anfechtungen, begegnet unseren Nöten, wird in den ungerechten Systemen dieser Welt aufgerieben – und beweist in seiner Auferstehung, dass nicht das Leid und der Tod das letzte Wort haben.

    ***Wow – Gottes einziger Sohn einer von uns, einer wie du, einer wie ich. So verletzbar, geschunden, niedergeworfen, im Staub liegend. In dem Staub in dem er auf dieser Erde unterwegs war – von Staub bist du genommen, im Staub bist du unterwegs, zu Staub wirst du werden. Unsere Nöte, unsere ungerechten Systeme, überhaupt unsere Systeme und Maßstäbe – sie haben, sie sind nicht das letzte Wort. Sie hatten, waren auch nicht das erste Wort.***

    Ich glaube an einen Gott, der uns als Heilige Geistkraft umgestaltet.
    Gottes Geistkraft erfüllt seine Kirche mit ihrer Gegenwart und durchdringt jeden Winkel unserer Wirklichkeit – sie ist überall schon am Werk, bewegt Menschen zum Guten, Wahren und Schönen, verwandelt uns von innen heraus und arbeitet auf die Transformation unserer Gesellschaft(en) hin.

    ***Die Geistkraft – ruach – eingehaucht, gegeben, ausgegossen, eingegossen, überfließend – die Transformatorin – nicht nur die Austauscherin sondern die Wandlerin. Sie durchdringt die Kirche, die Gemeinschaft aller Gotteskinder – wer ist Gotteskind? – fließt in die Menschen, in mich ein. Sie ist am Werk – überall – kein Dualismus, kein bei mir ja und bei dir nein. Die Geistkraft wirkt in der Welt, überall, kein Winkel, kein Mensch ist ausgenommen. Keine Grenzen, kein von uns, von mir gezogenes drinnen und draußen, gültig und nicht gültig, kein Dualismus. Leidenschaftliche, hingegebene, kreative, kompromisslose und grenzenlose Liebe.***

    Ich glaube an einen Gott, der uns noch einmal überraschen wird.
    Gott wird diese alte, geschundene Schöpfung erneuern und diese zerbrochene Menschheit heilen. Das letzte Kapitel ist noch nicht geschrieben – und wenn es einmal soweit ist, dann wird sich zeigen, dass es zugleich das erste Kapitel einer neuen Geschichte ist, die Gott mit uns beginnt…

    ***Ein Gott der uns überrascht – schon immer und immer wieder. Ich will mich gerne von diesem Gott überraschen lassen, weil seine Überraschungen herausfordern und damit verändern. Ein Gott der ein Ziel, sein Ziel vor Augen und es erreicht hat. Sein Reich – sein Gottesherrschaft – jetzt, heute schon, noch unvollendet aber vollendet und sichtbar wenn der Messias für alle aus der Zukunft Gottes erkennbar kommen wird – ein letztes Advent, ein letztes Weihnachten und alle sind dabei. Bis dahin schreiben, gestalten wir dieses letzte Kapitel der großen Story Gottes mit und er ist dabei, mit uns unterwegs, baut immer wieder sein Zelt inmitten der unseren auf.***

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