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Persönlich

Ich habe ein zugegebenermassen düsteres Bild der Gegenwart und Zukunft für die Landeskirchen skizziert. Aber für mich ist wichtig, ob die Welt mit der Kirche ein besserer Ort ist, als ohne sie. Und davon bin ich überzeugt.
«Fernschreiben aus dem Wald» ist eine Kolumne von Jürg Halter. Halter ist Schriftsteller, Spoken Word Künstler und Speaker. Er gehört zu den bekanntesten Schweizer Autoren seiner Generation und zu den Pionieren der neuen deutschsprachigen Spoken-Word-Bewegung.
Auch Glück lässt sich verdrängen! Über das Drama der Wiedererinnerung, den ›vernünftigen Aberglauben‹ der Kelten und den Proust-Effekt
Wir «Indie-Christen» identifizieren uns mit der christlichen Tradition, aber nicht einer bestimmten Denomination. Immer weniger Menschen verstehen eine einzelne Kirche als «geistliches Zuhause», sondern finden Kirche an verschiedenen Orten.
Es gibt diese Begegnungen, in denen einfach alles passt. Wer wollte das nicht erleben. Gar nicht so schwierig, meint die Geschichte, die hier erzählt wird.
Eine nostalgische Erinnerungsreise auf Grossvaters Spuren.
Frisch Verliebte wissen, wie sich das anfühlt und wollen, dass es immer so bleibt. Die anderen reagieren eher mit Spott und Ironie. Die Einmütigkeit zieht uns genauso an, wie sie uns abstösst.
Ein glanzvolles Leben? In der Regel assoziieren wir damit ein Leben voller Reichtum, Macht, Erfolg und Glamour. Wer möchte deren Glanz verachten? Und doch, es gibt kritische Stimmen, die genau diesen Glanz radikaler Kritik unterziehen. Was stimmt daran? Muss ein glanzvolles Leben auch ein verkehrtes Leben sein?
Die Überfremdungsinitiative von James Schwarzenbach jährte sich kürzlich zum 50. Mal. Grund genug, um mit meinem Vater darüber zu reden.
Eine Bekannte erzählte mir an einem Sommertag beim Eistee, dass sie eine ›Angststörung‹ habe. Mehrere Monate ist die lebenslustige Frau deswegen krankgeschrieben gewesen und konnte nicht arbeiten. »Was macht Dir Angst?«, habe ich gefragt. Sie wisse es nicht, lautete die Antwort. Die Angstanfälle seien grundlos aufgetaucht. Es hörte sich mysteriös an. Benennbar für die Frau sind lediglich körperliche Begleitsymptome wie Schweiss, Beklemmung, Atemnot, Schlaffheit.
Gebetskultur hat wenig mit der Dauer der Gebetszeit zu tun: Weg von frommem Leistungsdruck und religiöser Selbstoptimierung!
Wie viele andere habe ich letzte Woche auf Instagram ein schwarzes Bild gepostet mit dem Hashtag: #Blackouttuesday. Viele schlossen sich dieser Aktion an, weil sie nach dem furchtbaren Tod von George Floyd ein Zeichen zum Innehalten setzen wollten. Ich war dankbar, irgendwas tun zu können angesichts einer Grausamkeit, die verzweifelt oder aggressiv oder beides macht. Irgendwas ist oft zu wenig.
Zahllose christliche Gemeinschaften und Institutionen schreiben sich als »Kirchen« an. Aber ist diese Selbstbezeichnung gerechtfertigt – oder wird damit der Mund allzu voll genommen? Ein Statement für ein Verständnis von Kirche als einer verwegenen Wette.

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