Dein digitales Lagerfeuer
Dein digitales Lagerfeuer

Manuel Schmid

Auch nach 2‘000 Jahren kann das Kreuz noch aufregen. Leidenschaftliche Befürworter der Religionsfreiheit und der Neutralität unseres liberalen Staates empören sich über die Restbestände dessen, was gerne als «christlich-abendländische Kultur» bezeichnet wird. Hüter:innen ebendieser Kultur beschwichtigen und wollen den Ball flach halten. Ein Kommentar zu dieser immer neu aufflammenden Debatte – und ihrer eigentümlichen Rollenverteilung.
Das Referendumskomitee gegen die «Ehe für alle» fühlt sich diskriminiert, weil mehrere Banken sich geweigert haben, für seinen Trägerverein ein Konto zu eröffnen. In seinem Blogbeitrag von heute morgen hat Stephan Jütte das eigenartige Rechtsempfinden des Vereins angeprangert und die Freiheit einer Bank hervorgehoben, selbst zu entscheiden, mit wem sie Geschäfte machen möchte und mit wem nicht. Ich erkläre hier, warum ich die Ablehnung der Bank trotzdem daneben finde.
In Liestal war am vergangenen Wochenende wieder mal so richtig etwas los. Mehrere Tausend Demonstrant*innen haben sich im baselbieter Hauptstädtchen eingefunden und gegen die Coronamassnahmen des Bundes protestiert. Manuel war vor Ort mit dabei – und denkt hier über die gewonnenen Eindrücke nach.
Was ist ein gutes Leben? Diese Frage treibt die Menschheit buchstäblich seit Jahrtausenden um. Die griechischen Philosophen haben unterschiedliche Konzepte eines gelungenen, tugendhaften Lebens entwickelt. Schon sie stritten sich darüber, wann ein Mensch mit dem Gefühl ins Grab sinken konnte, ein wahrhaft «gutes» Leben geführt zu haben. Und heute? Was zeichnet ein gelungenes Leben aus?
Gegen das Älterwerden ist kein Kraut gewachsen. Das musste auch Manuel Schmid irgendwann einsehen. Was sich am Lebensgefühl ändert, wenn man der zweiten Jahrhunderthälfte entgegengeht, und was ihm geholfen hat, sich mit dem zu versöhnen, was man geworden ist – davon schreibt er hier.

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